Einblicke in die Lebenssituation von Prostituierten in Stuttgart
INGA e.V. in Herrenberg
Am 22. Oktober waren wir auf Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Herrenberg zu Gast in der Spitalkirche. Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema
„Prostitution in Stuttgart – Einblicke in die Lebenssituation von Prostituierten“.
Zu Beginn begrüßte Antje Sanders die Gäste. Sie berichtete von ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Café La Strada und gab eindrückliche Einblicke in die Lebenssituation der Frauen im Stuttgarter Rotlichtmilieu.
Anschließend stellte Petra Bair-Emde unseren Verein inga e.V. vor. Sie erläuterte, wie wir Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution durch finanzielle Unterstützung begleiten. Ein weiterer Schwerpunkt war unsere Kunsttherapie, die wir seit zwei Jahren anbieten. Sie ermöglicht den Frauen, traumatische Erfahrungen durch kreatives Gestalten und Malen aufzuarbeiten und neue Wege der Verarbeitung zu finden.
Rosi Roller, Projektleiterin von PlanP bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, verdeutlichte anschaulich, wie schwierig der Ausstieg aus der Prostitution sein kann. Dabei ging sie insbesondere auf die Herausforderungen ein, die mit der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive und einer eigenständigen Existenzsicherung verbunden sind.
Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher zeigte sich auch in den zahlreichen Fragen, die im Anschluss an die Vorträge gestellt wurden. Daraus entwickelte sich eine lebhafte und offene Diskussion.
Wir bedanken uns herzlich bei der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Herrenberg für die Einladung und bei allen Gästen für ihr Interesse und den wertvollen Austausch. Solche Begegnungen tragen dazu bei, Einblicke in die oft schwierige Lebensrealität von Frauen in der Prostitution zu ermöglichen und das Bewusstsein für notwendige Unterstützung und neue Perspektiven zu stärken.