Unsere Arbeit

Unser Verein wurde von Ehrenamtlichen gegründet, die in der Stuttgarter Anlaufstelle für weibliche Prostituierte Café La Strada arbeiten. Unsere Initiative ist ein uneigennütziger Verein, der den Zweck der Mildtätigkeit verfolgt. Als Initiative gegen die Ausbeutung von Frauen in der Prostitution unterstützen wir die soziale Arbeit mit Prostituierten im Café La Strada. Darüber hinaus möchten wir der Mehrheit der Frauen in der Prostitution eine Stimme geben, die dieser Arbeit nicht aus freien Stücken nachgehen. Über die Notlage dieser Frauen und ihr Elend möchten wir informieren und unsere Arbeit und die der Sozialarbeiterinnen vorstellen.
 
Die Anlaufstelle für Prostituierte in Stuttgart beherbergt neben dem Café La Strada für weibliche Prostituierte das Café Strich-Punkt für männliche Prostituierte. Die Anlaufstelle ist eine Trägerkooperation des Caritasverband für Stuttgart e.V., dem Gesundheitsamt der Stadt Stuttgart sowie der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. und dem Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V.. Der Caritasverband Stuttgart ist gleichzeitig Trägerin und Mieterin der Räumlichkeiten. 
Im Café La Strada wird ein niederschwelliges Angebot an Frauen in der Prostitution gemacht.  Hier können Frauen vorbehaltlos in einen Schutzraum eintreten, in dem sie eine warme Mahlzeit, Kleidung und Safer Sex Mittel erhalten. In regelmäßigem Turnus wird außerdem eine ärztliche Betreuung sowie eine Rechtsberatung angeboten. Im Café La Strada können sich die Frauen aus dem Umfeld der Prostitution eine Zeitlang ausklinken und mit Frauen in Kontakt treten, die außerhalb der Prostitution verankert sind. Die Sozialarbeiterinnen des Gesundheitsamts sind an unseren Abenden (Dienstag und Donnerstag) Vorort und die Prostituierten haben so die Möglichkeit auf diese zuzugehen, wenn sie über Probleme reden möchten.  Die Abeit der Ehrenamtlichen unterstützt in der Anlaufstelle die Arbeit der Sozialarbeiterinnen. Mit unserem Engagement möchten wir den Prostituierten ein Stück Selbstwertgefühl zurück geben. Die Sozialarbeiterinnen arbeiten auch mit Streetworkerinnen, die verschiedene Sprachen und Hintergründe mitbringen, um den Prostituierten die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Die Anlaufstelle bietet auch hier einen Raum, um ins Gespräch zu kommen und Prostituierten Alternativen und Ausstiegsmöglichkeiten aufzuzeigen. 
 
Die Sozialarbeiterinnen entwickeln mit Frauen, die aus der Prostitution aussteigen wollen, ein individuelles Konzept und helfen bspw. bei Behördengängen und Job-Bewerbungen. Die Sozialarbeiterinnen arbeiten bei der Jobsuche für die Aussteigerinnen mit dem Projekt "PlanP" des Frauenunternehmens Zora zusammen. Im Rahmen dieses Projekts wird ein umfassendes Profiling vorgenommen, Informationen zum Arbeitsmarkt und ein Jobcoaching gegeben sowie weiterführende Qualifizierungsmaßnahmen bei Bedarf vermittelt. Weitere Informationen zu PlanP finden Sie auf folgender Seite: